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2015 - Touren - Fotos - Baikalsee


Listwjanka



Listwjanka

Listwjanka ist wohl der von Baikal-Touristen am stärksten frequentierte Ort. Als Poststelle und Fährplatz 1773 erstmalig erwähnt, erstreckt sich die Siedlung mit etwa 1500 Einwohnern heute auf etwa führ Kilometern entlang den Buchten des Sees und dem ersten Stück des Flusses Angara. Der Ursprung des 1779 Kilometer Langen Flusses Angara ist der Baikalsee.

Mit einer Breite von 863 Metern, einer maximalen Tiefe von vier bis sechs Metern und einer Fließgeschwindigkeit von fünf bis acht Metern ist dieser „Abfluß“ in seinen Dimensionen von durchschnittlich 2000 Kubikmetern pro Sekunde weltweit einzigartig und insbesondere im Winter ein beeindruckendes Naturschauspiel, da das aus der Tiefe des Sees abfließende Wasser auch bei stärkstem Frost erst nach etwa 15 Kilometern gefriert.

In der Mitte des Flusses sieht man noch die Spitze des aus der Legende von Vater Baikal und seiner Tochter Angara bekannten Schamanensteines (Stein Schamanskij), von dem aber durch die Entstehung des Irkutsker Stausees heute wirklich nur noch die Spitze aus dem Wasser ragt. Auf der anderen Flußseite sieht man die Siedlung Port Baikal, in der am Hafen heute die Baikaleisenbahn endet.

Auf der Höhe des Baikalabflusses steht ein Denkmal für den Dramatiker Aleksandr Vampilov, einen der erfolgreichsten russischen Dramatiker vor allem der 60 Jahre. Er lebte in Irkutsk und Port Baikal und wurde insbesondere durch – auch ins Deutsche übersetzte – Stücke wie „Entenjagd“ und „Provinzanekdoten“ bekannt. Er kam hier 1972 bei einem Bootsunfall im Alter von nur 35 Jahren tragisch ums Leben.

Hier erhebt sich auch Tscherskijs Fels (Stein Tscherskogo, 757 Meter), den man über einen asphaltierten Wanderweg von 2,5 Kilometern Länge vom Sanatorium „Baikal“ zu einem kleinen Pavillion auf der Spitze erreichen kann. Die herrliche Aussicht auf das Angara –Tal und den Baikalsee ist sehr beeindruckend. Der Berg ist nach dem Geographen Jan Tscherskij (1845-1891) benannt. Als Teilnehmer am Polenaufstand 1863 nach Sibirien verbannt, erwarb er sich zwischen 1871 und seiner Amnestierung 1885 mit umfangreichen Forschungen über den Baikalsee und das Sajangebirge großes Ansehen.

Das Baikalsee-Museum befindet sich im Erdgeschoß des Limnologischen Institutes der Russischen Akademie der Wissen schaften. Limnologie (Limne – griech.: See) ist die Wissenschaft von den Gewässern. Eine Forschungsstation zur Untersuchung des einzigartigen Sees war bereits 1928 entstanden. 1961 erfolgte die Umwandlung in ein Institut. Von Anfang an existierte eine kleine Ausstellung, seit 1993 hat sie den Status eines Museums. Es vermittelt einen Überblick über die unikale Fauna und Flora der Region sowie einen Eindruck über die Dimensionen des Baikalsees und die Geschichte seiner Erforschung.

Im Krestovka-Tal befindet sich heute die Nikolaj-Kirche, die Mitte des vergangenen Jahrhunderts gebaut wurde. Sie wurde 1957 im Zusammenhang mit dem steigenden Wasserpegel des Baikalsees hierher umgesetzt. Den Bau der Kirche am Ufer des Baikalsees hatte der angesehene Irkutsker Kaufmann Ksenofont Serebrjakov als Zeichen des Dankes veranlaßt, nachdem er – auf dem Baikalsee in Seenot geraten – in seinem Gebet zum Schutzpatron, dem Seefahrer Nikolaj, erhört und gerettet worden war.

 
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