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2015 - Touren - Fotos - Mongolei


Mongolei



Mongolei

Die Mongolei, amtlich in der mongolischen Sprache Mongol Uls, wörtlich: Mongolischer Staat, zwischen Zentral-, Nord- und Ostasien gelegen, ist nach Kasachstan der flächenmäßig zweitgrößte Binnenstaat der Welt. Die Mongolei hat nur zwei Nachbarn, Russland im Norden und die Volksrepublik China im Süden.

Das Land, viereinhalb Mal so groß wie Deutschland, wird lediglich von 3,18 Millionen Einwohnern bewohnt und ist somit der am dünnsten besiedelte unabhängige Staat der Welt. Das Land ist aufgrund seiner Bodenbeschaffenheit und seines Klimas kaum für Ackerbau geeignet, hauptsächlich wird nomadische Viehwirtschaft betrieben. Seine größte Stadt ist die Hauptstadt Ulaanbaatar, in der mehr als 40 % der gesamten Landesbevölkerung wohnt.

Das Territorium der heutigen Mongolei wurde, seit es besiedelt ist, von Nomaden beherrscht, die zeitweise Reiche gründeten, wie die Xiongnu oder die Xianbei. Im Jahre 1206 gelang es Dschingis Khan, die heterogenen Völker zu vereinigen und das Mongolische Reich zu gründen, das sich am Höhepunkt seiner Macht nach dem sogenannten Mongolensturm bis Europa erstreckte und das größte zusammenhängende Reich der Geschichte darstellte. Die Mongolen übernahmen auch die Herrschaft in China, wo sie die Yuan-Dynastie etablierten. Nach dem Zusammenbruch ihres Reiches verlegten sich die Mongolen wieder auf ihr traditionelles nomadisches Dasein mit gelegentlichen Raubzügen nach China. Ab dem 16. Jahrhundert kam das Land unter den Einfluss des Buddhismus, etwas später wurde der Großteil der Mongolei durch die Qing-Dynastie beherrscht. Nach deren Zusammenbruch erlangte die Mongolei mit russischer und später sowjetischer Hilfe die Unabhängigkeit, 1924 wurde die Mongolische Volksrepublik als zweiter sozialistischer Staat der Geschichte proklamiert. In der Folge machte das Land eine Entwicklung parallel zur Sowjetunion durch. Nach den Revolutionen im Jahr 1989 in Osteuropa kam es auch in der Mongolei zu politischen Änderungen; 1992 wurde eine neue, demokratische Verfassung angenommen und die Marktwirtschaft eingeführt. Der Übergang von Plan- zu Marktwirtschaft war von vielen Problemen begleitet und auch heute lebt, trotz starken Wirtschaftswachstums, etwa ein Drittel der Bevölkerung in Armut.

Die Mongolei sollte nicht mit dem in der Volksrepublik China gelegenen Autonomen Gebiet Innere Mongolei verwechselt werden. Zur genaueren Unterscheidung wird die Mongolei gelegentlich auch als Äußere Mongolei bezeichnet.

 
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